Eschelbronn

Mittig im Wahlkreis liegt das traditionsreiche Schreinerdorf Eschelbronn mit knapp 2.700 Einwohnern. Auch hier reichen die ersten Siedlungen bereits bis in die Römerzeit zurück, erwähnt wurde Eschelbronn dann erstmals in einer Schenkungsurkunde 788 und 789 n. Chr. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die wirtschaftliche Prägung des Ortes zunächst von der Landwirtschaft zur Leinweberei, gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Eschelbronn dann nach und nach zum Schreinerdorf. Zeitweise gab es in der Gemeinde bei etwas über 1.000 Einwohnern sage und schreibe 60 Schreinereien, was dem Ort die Bezeichnung „Mekka der Brautleute“ einbrachte. Werkzeuge und weitere Zeugen aus dieser Zeit können heute in dem vom Heimat- und Verkehrsverein betreuten Schreiner- und Heimatmuseum begutachtet werden, das sich seit 1990 in den Räumen der alten Schule befindet.

Übrigens besitzen auch die Eschelbronner wie in der Region üblich einen spöttischen Necknamen: Der Erzählung nach wollten Eschelbronner Handwerker im Jahr 1703 einen Steg über die Schwarzbach bauen, der aber wohl zu kurz geraten war. Also wurde er kurzerhand zum Einweichen ins Wasser gelegt um ihn anschließend durch beidseitiges Ziehen mit einem Ochsen- oder Pferdegespann zu verlängern. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass die „Stegstrecker“ damit Erfolg hatten – der Name blieb allerdings bis heute erhalten.

www.eschelbronn.de